Kneipen, Bars, Cafés, Clubs und Restaurants in Dresden Neustadt

Auf der Louisenstraße.

Die Dresdner Neustadt am Tag: Ein wunderschönes Wohnviertel, herrliche Architektur, überraschende Läden, viele Kinder. Doch wenn die Sonne untergeht, verwandelt sie sich. Dann öffnen die Kneipen, die Bars, die Clubs. Tausende ziehen Abend für Abend durch die engen Gassen.

Mit dem Kneipensurfer finden Sie jetzt fast alle* Lokale zwischen Bautzner Straße und Stauffenbergallee, vom Waldschlößchen bis zur Hansastraße. Kurz und knackig mit Anschrift, Öffnungszeiten, Lageplan und Querverweis. Mit der Suchfunktion kann man einfach nach Rubrik oder Straße suchen.

* Kein Anspruch auf Vollständigkeit: Kneipe, Café, Restaurant oder Bar vergessen? Mail an die Redaktion vom Neustadt-Geflüster.

Das Bermuda-Dreieck von Dresden.

Das Bermuda-Dreieck von Dresden.

Bühne am Bermuda-Dreieck

von Anton Launer

Es ist Abend. Mit einem Freund stehe ich vor einer Kneipe im Bermuda-Dreieck. So wird die untere Görlitzer Straße inzwischen genannt, da sich hier an Wochenenden die Massen tummeln. Heute jedoch ist Montag. Draußen ist es schwül-warm, drinnen unangenehm heiß. Deswegen halten wir uns auch gerne am kühlen Bier fest, zumal das Dekolleté der Kellnerin die Temperatur nur noch weiter nach oben treibt. Das Draußenstehen hat einen gewaltigen Vorteil, man kann beobachten, das Bermuda-Dreieck ist wie eine kleine Schaubühne.

Plötzlich rauscht ein mattschwarzes und schweineteures Coupé heran. Vorschriften ignorierend, platziert der Fahrer den Wagen am Straßenrand; soll die Bahn doch sehen, wie sie vorbeikommt. Lässig, aber leicht o-beinig schlendert er über die Straße. Das gegelte Haar fällt fettig auf das weiße Hemd, dass seine jugendliche Bräune betont. Vorm Continental stoppt er, überblickt die Kreuzung. Seine Blick soll uns sagen: „Das ist mein Revier“. In dem Moment stoppt ein poppiger Kleinwagen mit rotem Verdeck. Die Dame am Steuer parkt direkt vor dem Mattschwarzen. Heraus stolpert ein hektisches Mädchen mit zu viel Kram unterm Arm.

Mein Begleiter stupst mich an: „Die gehört zu dem und ich wette, dass er ihr keinen Schritt entgegen geht.“ Sie tappert über die Straße, zielstrebig auf den Gebräunten zu und tatsächlich: Er rührt sich keinen Millimeter vom Fleck. Zur Begrüßung gibt’s ein kleines Bussi, er schafft es noch nicht einmal die Hände aus den Hosentaschen zu nehmen. Gemeinsam gehen sie von der Bühne.

Wir nehmen noch ein Bier und sind uns einig: Stil ist offenbar keine Frage des Kontostands. Während wir noch lästern, beginnt auf der Bühne schon das nächste kleine Stück.

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